Welche Fenster fürs Passivhaus? Uw, Dreifachverglasung und warme Kante
Ein Passivhaus verliert über die Fenster mehr Wärme als über jede andere Bauteilfläche — deshalb entscheidet die Fensterwahl mit über den Energiestandard des ganzen Hauses. Maßgeblich ist ein sehr niedriger Wärmedurchgang: Das Passivhaus Institut fordert für zertifizierte Fenster Uw ≤ 0,8 W/(m²·K) im eingebauten Zustand. Erreicht wird das durch das Zusammenspiel von Dreifachverglasung, warmer Kante, tiefem Rahmen und warmem Einbau.
Inhaltsverzeichnis
Kurz gefasst: Passivhausfenster brauchen einen sehr niedrigen Wärmedurchgang — das Passivhaus Institut fordert Uw ≤ 0,8 W/(m²·K) im eingebauten Zustand. Erreicht wird das nur im Zusammenspiel: ein warmes Dreifachpaket mit Ug bis 0,5 W/(m²·K), ein thermisch verbesserter Randverbund (warme Kante), ein tiefer Mehrkammerrahmen ab 82 mm und ein warmer, luftdichter Einbau. Fällt eines dieser Elemente aus, hält das Fenster den Zielwert im Gebäude nicht.
Was ein Passivhaus vom Fenster verlangt
Im Passivhaus sind die Fenster die energetische Schwachstelle: Sie dämmen schlechter als die gedämmte Wand und lassen zugleich im Winter Sonnenwärme herein. Deshalb müssen sie zwei Dinge gleichzeitig leisten — sehr wenig Wärme durchlassen (niedriger Uw-Wert) und über die Südseite passive Solargewinne ermöglichen. Der Wärmedurchgang wird über den Uw-Wert beschrieben, der Glas (Ug), Rahmen (Uf) und die Wärmebrücke am Glasrand (ψg) zusammenfasst.
Uw ≤ 0,8 — der maßgebende Grenzwert
Für den Passivhaus-Standard gilt: zertifizierte Fenster erreichen Uw ≤ 0,8 W/(m²·K) im eingebauten Zustand. Das ist deutlich anspruchsvoller als der gesetzliche Neubaugrenzwert. In der Planung rechnet man beim reinen Fenster deshalb oft mit Uw um 0,7 W/(m²·K), damit nach Einbau und Anschlusswärmebrücken der geforderte Wert im Gebäude sicher gehalten wird. Ein einzelner starker Wert reicht nie — es zählt der Uw des ganzen Fensters.
Dreifachverglasung und warme Kante
Das Glaspaket ist der größte Flächenanteil und damit der wichtigste Hebel. Für Passivhausniveau gehört ein warmes Dreifachpaket dazu: drei Scheiben, zwei mit Argon oder Krypton gefüllte Zwischenräume und Low-E-Beschichtungen, die die Wärmeabstrahlung nach außen bremsen. So sinkt der Glaswert Ug bis auf 0,5 W/(m²·K). Ergänzt wird das durch die warme Kante — einen thermisch verbesserten Randverbund aus Kunststoff oder Edelstahl statt Aluminium. Sie senkt die Wärmebrücke am Glasrand, hebt die Oberflächentemperatur und beugt Tauwasser in den Ecken vor.
Rahmen, Einbaulage und luftdichter Anschluss
Der Rahmen trägt das schwere Dreifachpaket und muss selbst gut dämmen. Bewährt haben sich tiefe Mehrkammerprofile ab 82 mm mit Armierung und niedrigem Uf-Wert. Ebenso wichtig ist der Einbau: Ein Passivhausfenster wird warm und luftdicht montiert, möglichst in der Dämmebene der Wand, mit innen luftdichtem und außen schlagregendichtem, dampfdiffusionsoffenem Anschluss. Ohne diesen warmen Einbau verliert selbst ein Spitzenfenster einen Teil seiner Werte über die Anschlussfuge.
Passivhaustaugliche Systeme bei KONSPO
Als Fensterhersteller aus Polen fertigen wir tiefe Kunststoffsysteme, die diese Anforderungen erfüllen. Das System VEKA SOFTLINE 82 erreicht mit einem Ug-0,5-Dreifachpaket Uw bis 0,74 W/(m²·K) und deckt laut Systemgeber Fenster vom Niedrigenergie- bis zum Passivhaus ab. Große Südverglasungen kombinieren wir bei Bedarf mit außenliegendem Sonnenschutz, um sommerliche Überhitzung zu vermeiden. Für jede Serie liefern wir CE nach EN 14351-1 und die Leistungserklärung mit.
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So wählen Sie Fenster fürs Passivhaus
Uw-Ziel festlegen
Für den Passivhaus-Standard gilt Uw ≤ 0,8 W/(m²·K) im eingebauten Zustand. Wer Reserve will, plant beim reinen Fenster mit Uw um 0,7 W/(m²·K), damit nach Einbau und Wärmebrücken der Zielwert sicher gehalten wird.
Dreifachverglasung mit Ug bis 0,5 wählen
Ein warmes Dreifachpaket mit zwei gasgefüllten Scheibenzwischenräumen und Low-E-Beschichtungen erreicht Ug bis 0,5 W/(m²·K). Zweifachverglasung reicht für Passivhausniveau nicht aus.
Warme Kante einplanen
Der Randverbund zwischen den Scheiben sollte thermisch verbessert sein (warme Kante). Er senkt die Wärmebrücke am Glasrand, hebt die Oberflächentemperatur und beugt Tauwasser in den Ecken vor.
Tiefes Rahmensystem
Rahmentiefen ab 82 mm mit vielen Kammern und Stahl- oder Faserarmierung tragen das schwere Dreifachpaket und erreichen niedrige Uf-Werte. Erst so passt der Uw-Wert des ganzen Fensters.
Warm und luftdicht einbauen
Das beste Fenster verliert seine Werte bei falscher Montage. Passivhäuser verlangen den warmen, luftdichten Einbau — möglichst in der Dämmebene, mit innen luftdichtem und außen schlagregendichtem Anschluss.
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